War's das mit dem EU-Binnenmarkt für kleine Unternehmen?

Am 12. August tritt die Packaging and Packaging Waste Regulation (#PPWR) in Kraft. Was zunächst nach einer x-beliebigen EU-Regelung für Verpackungen klingt, wird für kleine Unternehmen zu einem Problem existentiellen Ausmaßes. Und macht für die Endkund*innen Online-Einkäufe aus dem EU-Ausland teurer oder lässt manche Produkte ganz vom Markt verschwinden.

11. Aug 2026

August 2026 - Am 12. August tritt die Packaging and Packaging Waste Regulation (#PPWR) in Kraft. Was zunächst nach einer x-beliebigen EU-Regelung für Verpackungen klingt, wird für kleine Unternehmen zu einem Problem existentiellen Ausmaßes. Und macht für die Endkund*innen Online-Einkäufe aus dem EU-Ausland teurer oder lässt manche Produkte ganz vom Markt verschwinden.

📦 Unboxing war noch nie so teuer

Stell dir vor, du betreibst einen kleinen Online-Shop und jemand aus Ungarn bestellt ein Buch bei Dir. Mit den neuen Regeln entstehen für diesen einen Verkauf zusätzliche Pflichten: Registrierung im jeweiligen Mitgliedstaat, ein zugelassener Bevollmächtigter für die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR), Meldungen und Gebühren. In einem konkreten Beispiel können sich diese Kosten auf rund 1.800 € summieren – für den Versand eines einzigen Buches.

🤔❓ Und wer denkt an die kleinen Unternehmen?

99,8 Prozent aller Unternehmen in der EU sind KMU. Genau für diese Unternehmen sollte der europäische Binnenmarkt eigentlich eine riesige Chance sein: ein Markt, 27 Länder, möglichst wenig zusätzliche Bürokratie. Stattdessen entstehen immer neue nationale Systeme und Anforderungen, die grenzüberschreitenden Handel für kleine Unternehmen unnötig kompliziert machen. So dass es letztendlich einfacher wird in Länder außerhalb Europas zu verschicken als ins Nachbarland. Für die ganz Großen ist das alles ja gut gemeint gewesen: für die bedeutet das finanziell aber sowieso "Peanuts". Aber für die kleinen und mittleren Unternehmen heißt das wenn nicht ganz das Ende auf jeden Fall das Ende des europäischen Binnenmarktes.

Dabei könnte man auch hier Lösungen auf europäischer Ebeneanbieten: wie beim EUIPO (Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum). Warum nicht eine europäische Plattform schaffen, über die Unternehmen ihre Verpflichtungen zentral erledigen können, während die Mitgliedstaaten ihre nationalen Systeme zunächst behalten? Bis eine solche Lösung funktioniert, könnte alles beim Alten bleiben. Danach könnten Unternehmen zwischen nationaler Meldung und einer europäischen Plattform wählen – ergänzt um sinnvolle Schwellenwerte für kleine grenzüberschreitende Verkäufe.

Die EU sagt selbst „Think Small First“ und verspricht mit ihren Vereinfachungsplänen weniger Verwaltungsaufwand für KMU. Dann sollten wir sie auch beim Wort nehmen.

🇪🇺 ‼️ Unsere Lösung: Europäische Bürgerinitiativen (fast) auf Knopfdruck

Genau deshalb bauen wir eine Liste von 1 Million EU-Bürger*innen auf, um gemeinsam Europäische Bürgerinitiativen zu starten und konkrete Themen auf die politische Agenda der EU zu bringen. Mit einer Million, die fix dabei sind, müssten wir nicht bei jeder ECI wieder von vorne anfangen und ein Jahr lang sammeln - sondern könnten sofort handlungsfähig sein. Eine Initiative für einen einfacheren europäischen Binnenmarkt für kleine Unternehmen könnte eine der ersten ECIs sein.

👉 Jetzt eintragen und Teil der 1 Million werden: We Are The 1 Million – jetzt unterstützen

Je schneller wir die eine Million erreichen, desto schneller können wir handeln!