Hochschulen retten heißt Zukunft sichern

Während Europa Bildung, Forschung und Innovation zunehmend als strategische Zukunftsinvestitionen begreift, diskutiert Österreich über Kürzungen an Universitäten. In einer Zeit globaler technologischer Umbrüche investieren andere Staaten massiv in Wissen, Forschung und Ausbildung. Österreich hingegen riskiert, ausgerechnet dort zu sparen, wo die Grundlagen für zukünftigen Wohlstand entstehen.

28. Mai 2026

Während Europa Bildung, Forschung und Innovation zunehmend als strategische Zukunftsinvestitionen begreift, diskutiert Österreich über Kürzungen an Universitäten. Genau das sendet das falsche Signal an Studierende, Forschende und an eine gesamte Generation, deren Zukunftschancen von einem geförderten Bildungssystem und einem starken Hochschul- und Forschungsstandort abhängen.

Die Europäische Union verfolgt mit dem Ausbau des Europäischen Bildungsraums das klare Ziel, Hochschulen zu stärken, Forschung zu fördern und Europa langfristig wettbewerbsfähig und innovationsfähig zu halten.

In einer Zeit globaler technologischer Umbrüche investieren andere Staaten massiv in Wissen, Forschung und Ausbildung. Österreich hingegen riskiert, ausgerechnet dort zu sparen, wo die Grundlagen für zukünftigen Wohlstand entstehen.

Karoline Adam, Co-Präsidentin von Volt Österreich: "Die Frage ist nicht, ob wir uns Investitionen in Bildung leisten können. Die Frage ist, wie teuer es für Österreich wird, wenn wir darauf verzichten."

Österreich darf seine Zukunft nicht kaputtsparen

Schon heute stehen viele Universitäten unter enormem Druck. Überfüllte Hörsäle, prekäre Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbetrieb, fehlende Infrastruktur und chronische Unterfinanzierung prägen den Alltag vieler Studierender und Forschender.

Weitere Kürzungen würden diese Probleme nicht lösen, sondern verschärfen.

Gerade jetzt braucht Österreich mehr Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation und nicht weniger. Denn Universitäten sind weit mehr als Ausbildungsstätten. Sie sind Orte wissenschaftlichen Fortschritts, demokratischer Bildung und gesellschaftlicher Entwicklung. Sie sichern Europas technologische Wettbewerbsfähigkeit ebenso wie den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

"Ein Land saniert sich nicht gesund, indem es seine Universitäten kaputtspart. Wer heute bei Hochschulen kürzt, gefährdet morgen wirtschaftliche Stärke, sozialen Zusammenhalt und unsere Wettbewerbsfähigkeit", so Rico Winter, Co-Präsident von Volt Österreich.

Bildung ist keine Budgetreserve

Die aktuellen Budgetprobleme dürfen nicht auf Kosten der nächsten Generation gelöst werden. Wenn gleichzeitig Gesundheitssystem, Bildungseinrichtungen, Forschung und öffentliche Infrastruktur zunehmend unter Druck geraten, dann zeigt das nicht nur ein Ausgabenproblem. Es zeigt vor allem, dass Österreich über Jahre hinweg die Finanzierung zentraler öffentlicher Aufgaben vernachlässigt hat.

Während Arbeit in Österreich hoch besteuert wird, bleiben große Vermögen und Erbschaften im internationalen Vergleich weiterhin vergleichsweise gering belastet. Gleichzeitig wurden öffentliche Systeme immer stärker unter kurzfristigen Spardruck gesetzt.

Volt steht deshalb für einen anderen Weg: für einen handlungsfähigen Staat, der Zukunftsinvestitionen absichert, statt sie schrittweise auszuhöhlen.

Dazu gehören:

  • eine verlässliche und langfristige Finanzierung öffentlicher Hochschulen,

  • Investitionen in Forschung, Innovation und europäische Bildungskooperationen.

Wie wollen wir das finanzieren?

  • Einführung einer Vermögenssteuer für Superreiche,

  • Einführung einer Erbschaftssteuer,

  • Entlastung von Arbeit durch Senkung der Lohnnebenkosten sowie Senkung der Lohnsteuer für geringere Einkommen,

  • Bekämpfung der Korruption durch eine kompromisslose Verfolgung der Freunderlwirtschaft durch die Justiz,

  • Mitwirkung Österreichs an einer europäischen Steuerharmonisierung, um Steuerschlupflöcher und Betrugsmöglichkeiten einzuschränken

  • sowie ein effizienter und transparenter Einsatz öffentlicher Mittel statt pauschaler Kürzungs- und Gießkannenpolitik.

Europas Zukunft entsteht nicht durch Sparpolitik

Europa wird seine Rolle in einer zunehmend unsicheren Welt nicht durch kurzfristige Sparpolitik sichern, sondern durch Wissen, Innovation und Bildung. Universitäten sind keine Belastung für den Staatshaushalt. Sie sind eine Investition in wirtschaftliche Stärke, gesellschaftlichen Fortschritt und demokratische Stabilität.

Wer heute bei Hochschulen spart, riskiert morgen wirtschaftlichen Rückstand, gesellschaftliche Spaltung und den Verlust von Innovationskraft. Volt stellt sich daher klar gegen Kürzungen im Hochschulbereich.

Denn wer Europas Zukunft ernst nimmt, muss auch bereit sein, in sie zu investieren.